albanien-dafg.de    Freundschaft mit Albanien hat einen Namen: DAFG                                                                                        
:: Zeittafel
Vor 1900
ca. 800- 168 v. Chr. Stadt- und Flächenstaaten der Illyrer
168 v.- 395 n. Chr. Teil des Römischen Reiches; im 3. und 4. Jahrhundert werden herrschen mehrere illyrische Provinziale als Kaiser.
395-11. Jh. Teil des Byzantinischen Reiches; Besiedlung durch slawische Stämme, vor allem im Norden (6./7. Jh.); zeitweise Teil des Bulgarischen Reiches bzw. Besetzung durch Normannen
1190-13. Jh. Mit Progon (1190-1198) Beginn eines Fürstentums Arberia
1272 Karl von Anjou proklamiert das Königreich Albanien
ca. 1345-1355 Teil des serbischen Zarenreiches von Stefan Dušan
1389 28.6. Sieg der Osmanen auf dem Amselfeld (Kosovo Polje)
1431 Erstmals Bildung eines osmanischen Sandschaks in Albanien
1443-1468 Abwehrkampf der Albaner unter Gjergj Kastrioti (Skanderbeg)
1462 Erster datierbarer Text in albanischer Sprache (erstes Buch: das liturgische Handbuch des Gjon Buzuku von 1555)
1502 Albanien vollständig unter osmanischer Herrschaft; Beginn der Islamisierung
ca. 1788-1822 Ali Pascha mit Sitz in Janina (Ioánnina; Griechenland) beherrscht Südalbanien
um 1800 Nordalbanien unter den Bushatlli faktisch autonom
um 1830-1912 Nationale Wiedergeburt (Rilindja); zunächst kulturelle, dann politische Selbstständigkeitsbewegung
1878-1881 Liga von Prizren kämpft gegen Abtretung albanischer Siedlungsgebiete an Serbien und Montenegro, später auch gegen die osmanische Regierung
Zeit 1900 - 1945
1912 28.11. In Vlora proklamiert eine Versammlung die Unabhängigkeit Albaniens und bildet eine Regierung unter Ismail Qemal Bej Vlora.
1913 29.7. Die Großmächte erkennen die Staatlichkeit Albaniens an, jedoch nur in den heutigen Grenzen, also ohne Kosovo.
1914 7.3. Der deutsche Prinz Wilhelm zu Wied ist für sechs Monate Staatsoberhaupt, muss aber kurz nach Beginn des I. Weltkriegs fliehen.
1914-1920 Albanien ist ohne Zentralregierung: Durchmarsch- und Besatzungsgebiet verschiedener Kriegsparteien im Ersten Weltkrieg
1920 21.1.
Kongress von Lushnja begründet zweite Unabhängigkeit; provisorische Verfassung
Dez. Aufnahme Albaniens in den Völkerbund
1924 Die „Juni-Revolution“ unter dem orthodoxen Bischof Fan Stilian Noli scheitert im Dezember an der jugoslawischen Intervention zugunsten des früheren Ministerpräsidenten Ahmet Bej Zogu.
1924-1939 Diktatur unter Ahmet Bej Zogu
1925 22.1. Ausrufung der Republik
1928 1.9. Einführung der Monarchie; König Zogu I.
1939 7.4. Besetzung durch Italien; Viktor Emanuel III. von Italien in Personalunion König von Albanien
1941 8.11. Gründung der Kommunistischen Partei Albaniens (PKSH) aus örtlichen Gruppen
1942 16.9. Gründung der Nationalen Befreiungsfront
1943 8.9. Kapitulation Italiens; Deutschland neue Besatzungsmacht
1944 22.10. Enver Hoxha leitet „Demokratische Regierung Albaniens“
29.11. Befreiung von den Besatzern vollendet
1945 2.12. Parlamentswahl mit Einheitsliste
1946 11.1. Volksrepublik Albanien proklamiert (Verfassung: 14. März)
1948 Abbruch der politischen und ökonomischen Zusammenarbeit mit Jugoslawien
1948 8,-22.11. 1. Parteitag der PKSH; sie benennt sich in Partei der Arbeit Albaniens/PPSH um. Projugoslawische Funktionäre werden „gesäubert“.
1949 21.2. Albanien tritt dem Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) bei, es stellt 1962 seine Mitarbeit ein.
1955 28.5. Albanien ist Mitglied des Warschauer Pakts, de facto bis 1961; Austritt nach dem Einmarsch in der ČSSR (13. Sept. 1968)
14.12. UN-Aufnahme Albaniens
1960 Die PPSH stellt sich auf die Seite Chinas gegen die UdSSR.
1961 10.12. Die UdSSR bricht die diplomatischen Beziehungen zu Albanien ab.
1961-1978 Enge Partnerschaft mit der VR China
1966/67 Nach 5. Parteitag der PPSH verstärkter ideologischer Kampf im Bereich der Kultur; 1967 Säkularisation aller religiösen Stätten; 1971 verschärfter „Kampf gegen fremde Einflüsse“
1976 28.12. Nach 7. Parteitag der PPSH neue Verfassung: Sozialistische Volksrepublik Albanien (Kreditverbot, Verankerung der Abschaffung der Steuern, Festlegung auf Atheismus)
ab 1978 Nach Bruch zwischen VR China und Albanien Isolation Albaniens
1981 18.12. Der seit 1954 amtierende Ministerpräsident Mehmet Shehu begeht unter bis heute unklaren Umständen Selbstmord. Nachfolger wird sein Stellvertreter Adil Çarçani.
1982 22.11. Ramiz Alia Staatsoberhaupt (Vorsitzender des Parlamentspräsidiums)
1985 11.4. Tod Hoxhas
13.4. Alia auch Parteichef
1987 2.10. Diplomatische Beziehungen zur Bundesrepublik Deutschland
1989 Dez. In Shkodra erste regierungsfeindliche Demonstrationen
1990 PPSH-Führung und Regierung beschließen Reformen in der der Wirtschaft, der Außen- und der Innenpolitik.
8.5. „Religiöse Propaganda“ nicht mehr strafbar; Todesstrafe eingeschränkt (Abschaffung 1999); Zulassung von Anwälten; Justizministerium wieder eingeführt
2.7. Massenflucht von etwa 5.000 Albanern in westliche Botschaften in der Hauptstadt Tirana; ab 12. Juli Ausreise
11.12. Nach Demonstrationen, die von der Universität Tirana ausgehen, Entscheidung der PPSH für ein Mehrparteiensystem; am 19. Dez. Zulassung der am 12. Dez. gegründeten Demokratischen Partei Albaniens (PD; erste Oppositionspartei)
1991 22.2. Nach dem Sturz eines Hoxha-Denkmals in Tirana durch eine riesige Menschenmenge wird Fatos Nano (PPSH) zum neuen Ministerpräsidenten ernnannt.
31.3. erste pluralistische Parlamentswahlen; die PPSH erhält 64,5 % der Stimmen; Wahlbeteiligung angeblich 99,0 %
29.4. Das Parlament beschließt eine Übergangsverfassung; neuer Staatsname Republik Albanien
30.4. Ramiz Alia wird vom Parlament zum Staatspräsidenten gewählt.
12.6. Auf ihrem 10. Parteitag wird die PPSH in Sozialistische Partei Albaniens (PS) umbenannt; Fatos Nano Vorsitzender
1992 22.3. Nach einer politischen Dauerkrise finden Neuwahlen statt; die PD erringt einen Erdrutschsieg (62,1 % der Stimmen; Wahlbeteiligung: 90 %)
9.4. Nach Alias Rücktritt (3. April) wird PD-Chef  Sali Berisha zum Präsidenten gewählt.
14.4 PD-geführtes Koalitionskabinett unter Aleksandër Meksi
1993 25.4. Als erster Papst besucht Johannes Paul II. Albanien.
30.7. Der PS-Vorsitzenden und ehemalige Ministerpräsident Fatos Nano wird wegen Amtsmissbrauch verhaftet und 3. April 1994 zu 12 Jahren Haft verurteilt.
20.8. Ramiz Alia wird verhaftet und am 2. Juli 1994 zu neun Jahren Haft verurteilt.
1994 23.2. Albanien tritt der Partnerschaft für den Frieden (PfP) mit der NATO bei
6.11. In einer Volksabstimmung wird ein von Berisha vorgelegter Verfassungsentwurf mit 41,7 % Ja-Stimmen abgelehnt (Stimmbeteiligung: 75 %).
1996 26.5. Bei Parlamentswahlen gewinnt die PD trotz Stimmenverlusten 122 von 140 Mandaten; Opposition und Ausland werfen ihr massive Wahlfälschung vor.
1997 1.3. Nach dem Kollaps von Anlagefonds (Pyramidenfirmen), bei dem Hunderttausende ihren Besitz verloren haben, tritt die Regierung Meksi zurück; die Proteste münden in einen Bürgerkrieg und den Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung.
12.3. Bildung einer Allparteien-Koalition (Regierung der nationalen Aussöhnung) unter Bashkim Fino (PS)
16.3. Fatos Nano wird amnestiert.
29.6. Bei Neuwahlen erringt die PS 52,8 % der Stimmen (Wahlbeteiligung: 72,6 %)
24.7. Nach dem Rücktritt Berishas tags zuvor wählt das Parlament den PS-Generalsekretär Rexhep Meidani  zum Staatspräsidenten.
25.7. Nano bildet PS-geführte Koalitionsregierung
1998 28.9. Nach der bis heute ungeklärten Ermordung des PD-Politikers Azem Hajdari am 12.9. und heftigen Unruhen tritt Nanos zurück; Pandeli Majko (PS) am 2. Okt. als Nachfolger vereidigt
28.11. Neue Verfassung in Kraft (Volksabstimmung am 22. Nov.: 93,5 % Jastimmen; Stimmbeteiligung: 50,6 %)
1999 24.3.-10.6. Im Kosovo-Krieg unterstützt Albanien die NATO und nimmt vorübergehend mehrere 100.000 Flüchtlinge auf.
29.10. Ilir Meta (PS) neuer Ministerpräsident
2001 24.6. Bei den Parlamentswahlen siegt ein PS geführtes Wahlbündnis  (PS 41,5 % der Stimmen, PD-geführtes Bündnis Union für den Sieg/BF 36,8 %)
2002 22.2. 2. Kabinett Majko; Rücktritt Majkos am 25. Juli
24.7. Der parteilose General a. D. Alfred Moisiu wird neuer Staatspräsident.
31.7. 4. Kabinett unter Nano
2003 13.3. Albanien beteiligt sich am Krieg gegen den Irak.
21.6. Die EU stellt den Staaten des Westbalkan, darunter Albanien, eine künftige Mitgliedschaft in Aussicht, nennt aber keinen Zeitplan.
6.9. Ilir Meta und seine Anhänger spalten sich als Sozialistische Bewegung für Integration (LSI) von der PS ab.
2005 3.7./21.8. Machtwechsel bei den Parlamentswahlen: PD (56 Sitze, zudem 24 für Verbündete) stärkste Kraft (PS: 42 Sitze); Wahlbeteiligung: 49,2 %
1.9. Rücktritt Nanos vom PS-Vorsitz; am 9. Okt. Wahl von Edi Rama (seit 2000 Oberbürgermeister Tiranas) zum Nachfolger
11.9. Regierung Sali Berisha I (Mitte-Rechts-Koalition)
2006 12.6. Albanien unterzeichnet ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommens (SAA) mit der EU
2007 1.1 Beitritt der Länder des westlichen Balkan zum Zentraleuropäischen Freihandelsabkommen (CEFTA) in Kraft
18.2. Bei Kommunalwahlen siegt das Mitte-Rechtsbündnis im Landesmaßstab, verliert aber fast alle größeren Städte an die PS und ihre Partner.
10.6. George W. Bush als erster US-Präsident in Albanien
24.7. Das Parlament wählt Bamir Topi (PD) zum neuen Staatspräsidenten; er ist auf die Stimmen einiger PS-Abgeordneter, die Edi Rama ablehnen angewiesen.
2008 18.2. Am Tag nach der einseitigen Unabhängigkeitserklärung durch das Parlament Kosovos erkennt Albanien die „Republik Kosovo“ an.
15.3. Explosion einer Anlage zur Munitionsentschärfung in Gërdec, das Dorf wird witgehend zerstört, 25 Menschen werden getötet. Verteidigungsminister Mediu tritt zurück; hochrangige Offiziere werden entlassen.
2009 1.4. Albanien wird Vollmitglied der NATO.
28.4. Albanien stellt einen Antrag auf Mitgliedschaft in der EU.
28.6. Die Parlamentswahlen ergeben ein Patt zwischen Regierung und der Opposition bei der Parlamentswahl (PD-geführtes Bündnis 70 Sitze, PS-geführtes Bündnis 66 Sitze, LSI 4 Sitze); die LSI geht daraufhin eine Koalition mit der PD und zwei kleinen Rechtsparteien ein.
10.9. Regierung Berisha II aus PD, LSI und PR
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