Referenten

Die DAFG vermittelt auf Anfrage Fachreferenten, die aufgrund ihrer beruflichen Erfahrung oder auch Forschungstätigkeit zu den verschiedensten Themen, sei es Geschichte oder Kultur, Politik oder Wirtschaft, Bildung oder Umwelt fundiert referieren können.

Auch vermittlen wir allgemeine landskundliche und Diavorträge, zum Beispiel zur Vor- oder auch zur Nachbereitung einer Gruppenreise nach Albanien oder Kosovo.

Anfragen richten Sie bitte an unsere Geschäftsstelle, idealerweise in einer Email oder auch telefonisch.

 

 Mandy Bernthäusl (Touristikerin)

Mandy Bernthäusl (Jg. 1983) hat Tourismus- und Regionalentwicklung an der Hochschule Stralsund studiert und in diesem zusammenhang ein Praktikum in der Gemeindeverwaltung Pejas absolviert. Sie untersuchte in Ihrer Bachelorarbeit das touristische Angebot der Grenzregion zwischen Kosovo, Albanien und Montenegro und in ihrer Masterarbeit den demographischen Übergang im Kosovo sowie die damit einhergehenden Implikationen für die Tourismusentwicklung.

12968780_10206079951134938_947517481_nKosovo-Knigge. Erfahrungen einer Tourismus-Studentin

Deutsche Tugenden treffen auf Albanische Gelassenheit. So kann man beschreiben, was Mandy Bernthäusl erlebte, als sie für ein Praktikum fünf Monate im Kosovo verbrachte. Im Rahmen ihres Studiums hat sie sich mit den kosovoalbanischen Gepflogenheiten innerhalb von Geschäftsbeziehungen auseinandergesetzt – und gibt mit diesem Vortrag Einblick in ihre Erkenntnisse und Erfahrungen.

 

  MandyDa gibt’s Tourismus? Kosovo: eine unterschätzte Destination

Eigentlich wollte Mandy Bernthäusl nach New York. Sie ist in Peja gelandet. Dort hat die junge Touristikerin über mehrere Jahre in Zusammenarbeit mit der örtlichen Verwaltung versucht, touristische Angebote und Werbestrategien zu entwickeln.

In diesem Vortrag berichtet sie von ihrer Entdeckung Kosovos von der Natur, der Kultur und der einzigartigen Küche und vom wachsenden Angebot im Wander- und Klettertourismus.

Jochen Blanken (Pädagoge)

Nur wenige Deutsche kennen Albanien so gut wie Jochen Blanken (Jg. 1947). Er kennt das Land seit 1975 und hat dort viele Jahre gelebt und gearbeitet als Reiseleiter, Deutschlehrer, Übersetzer bei Radio Tirana, sowie als Projektleiter für den Aufbau von Erwachsenenbildungsstrukturen.

Skanderbeg – der albanische Nationalheld zwischen Forschung und Mythos
 

Andreas Hemming (Ethnologe)

Der Ethnologe Andreas Hemming (Jg. 1973) beschäftigt sich seit mehr als 15 Jahren mit Albanien und Kosovo. 2008/09 hat er eine Feldforschung in der nordalbanischen Region Mirdita absolviert. Das entstandene Datenmaterial dieser und späterer Aufenthalte in der Region stellt die Grundlage für seine Publikationen und Vorträge. Er ist seit 2014 Vorstandsvorsitzender der DAFG.

Blutrache! Kriminalität! Korruption! Albanien-Stereotypen und die Realitäten dahinter

Blutrache! Kriminalität! Korruption! Diese sind nur drei der vielen negativbesetzten Begriffe, die einem einfallen, wenn das Wort ‚Albanien‘ fällt. Und ja, es gibt die Blutrache. Auch in Albanien gibt es eine gewisse Kriminalität. Und im albanischen Parlament und in den Landesbehörden sitzen keine Heilige. Aber es wird eben allzuoft ausschliesslich – und allzu oberflächlich – über diese Phänomene in den deutschen Medien berichtet, wenn es um Albanien geht. Warum sonst sollte Albanien dort auch vorkommen? Aber wie ist es wirklich? In diesem Vortrag geht es um diese herrschende Stereotypen, wie diese zustande gekommen sind und die Realitäten dahinter.

Die albanische „Rruga e Kombit“ zwischen Wirtschaftsutopien und soziale Realitäten

Von 2006 bis 2011 wurde das bis dahin größte Infrastrukturprojekt der albanischen Geschichte gebaut: Eine teilweise vierspurige Autobahn, die von Durres an der Küste bis zur kosovarischen Grenze und darüberhinaus bis nach Prishtina reichen sollte. An dem Bau der Autobahn durch einer Gegend in Nordalbanien, die seit Jahrzehnten als abgehängt galt, wurden Aufschwungsphantasien geknüpft, die nie zu realisieren gewesen wären. Ein gewisser Aufschwung hat die Region erreicht, aber ganz anders als erwartet. Nicht zuletzt wurde mit dem Bau dieser später als „Straße der Nation“-getauften Autobahn eine Wende in der albanische Infrastrukturpolitik eingeleitet. Es wurde nicht mehr gekleckert sondern geklotzt. Das Land hat sich seitdem grundlegend geändert – und nicht immer zum Guten.

 Gerechtigkeit mal anders: Die Aufarbeitung des Sozialismus in den Publikationen albanischer klein und Kleinstverlage

Die Aufarbeitung der sozialistischen Diktatur in Albanien lässt auf sich warten. Die mangelnde Bewegung Seitens des Staates hat dafür zur Gründung einer Reihe alternativer zivilgesellschaftlicher Organisationen geführt, die sich dieses Thema annehmen. Eine sehr spannende Entwicklung darunter ist eine disparate aber sehr lebendige klein und Kleinverlagslandschaft. Dort wird den lokalen Akteuren Raum geboten, ihre Erinnerungen und Erfahrungen zu veröffentlichen. Zwei literarische Genres können hier identifiziert werden die jeweils ihre rolle in der Aufarbeitung der jüngsten Geschichte einnehmen: die Orts- und Regionalgeschichte einerseits und Familiengeschichten andererseits. Beiden gemeinsam sind Motive der Heimat und der Aufopferung.Dennoch kann man erkennen, dass die Ortsgeschichten dazu tendieren, den Regime in Schutz zu nehmen während die Familiengeschichten eher aus der Perspektive der Opfer und Gegner des Regimes geschrieben werden.

Peter Müller (Lehrer und Musiker)

Peter Müller (Jg. 1950), vom Studium her Geograf und Politologe, war 1979 das erst Mal in Albanien und hat gleichzeitig zum ersten Mal vom deutschen Prinz zu Wied als ersten König von Albanien im Jahre 1914 gehört. Das war ihm ein ganzes Buch wert: Nach Albanien, Karl!: Eine andere Reise in das Jahr 1914ist 2007 unter dem Autorennamen Peter Marxheimer erschienen. Seine drei Reisen 2012-15 galten seiner 2. großen Leidenschaft: Musik und Tanz.

Wie gewonnen, so zerronnen: die kurzweilige Begegnung des deutschen Prinz zu Wied mit seiner Herrschaft Albanien im Jahre 1914
 

Michael Schmidt-Neke (Historiker)

Der Historiker Michael Schmidt-Neke (Jg. 1956) gehört zu den renommiertesten Albanienkenner im deutschsprachigen Raum. Er hat zu den unterschiedlichsten Themen veröffentlicht, von der Königsdiktatur Achmed Zogus über die Entwicklung des politischen Systems in Albanien bis zur Rolle, die Albanien in der deutschsprachigen Literatur des 19. und 20 Jahrhunderts gespielt hat.

Literarische Begegnungen mit Albanien in der deutschsprachigen Belletristik des 19. und 20. Jahrhunderts
 

Pseudologia phantastica und Orientalismus: Albanien als imaginäre Bühne für Spiridion Gopčević, Karl May und Otto Witte

 

Ralph Volkland (Fotograf)

Der Reisefotograf Ralph Volkland (Jg. 1968) war 2013 und 2015 in Albanien. Daraus ergaben sich zwei Dia-Vorträge, die ein jeweils einen faszinierenden Albanieneinstieg ermöglichen, vor allem für Reisegruppen, die selbst das Land kennen lernen wollen.

 Albanien, kleines Land mit großer Geschichte

Kommen Sie mit auf eine Reise durch das faszinierende Albanien. Von den turbulenten Hauptstädte Prishtina und Tirana ausgehend nimmt Ralph Volkland Sie mit auf seiner Reise, zuerst in den Südosten Albanians, vorbei am Ohrid-See an der Grenze zu Mazedonien bis nach Korca und die kleinen, umliegenden Orte in der Region, eingebettet in der malerischen Landschaft des Balkangebirges. Dann geht es in den Norden, nach Shkodra und weiter über Durrës an der traumhaften Albanischen Riviera entlang bis hinunter nach Saranda. Die Rückreise führt nicht zuletzt durch Gjirokastra, bekannt unter anderem als die Stadt der Steine und seit 2005 UNSECO Weltkulturerbe.

Faszinierendes Albanien 

Auch im zweiten Vortrag von Ralph Volkland beginnt die Reise in Tirana. Über Korca und den Ohrid-See führt sie nach Berat, Stadt der 1000 Fenster genannt und wie Gjirokastra seit 2005 UNESCO Weltkulturerbe. Im zweiten Teil des Vortrags wird man in die albanischen Alpen um im Valbona-Nationalpark zu verweilen. Nach einem Abstecher den äußersten Westen vom Kosovo um die schöne Stadt Gjakova zu besichtigen führt die Reise zurück nach Tirana.