albanien-dafg.de    Freundschaft mit Albanien hat einen Namen: DAFG                                                                                        
:: Daten, Namen, Fakten
In unserem Archiv können Sie noch die Chronik der letzten Jahre nachlesen. 
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Oktober 2008

2. Duro neuer Sozialminister: Berisha beruft Anastas Duro auf Vorschlag der PBDNJ zum Nachfolger des Sozialminister Kosta Barka (ebenfalls PBDNJ), nachdem er einen anderen Kandidaten der Partei, Andrea Marto, abgelehnt hatte. Duro war unter Nano 2004/05 stellvertretender Justizminister und später Kandidat für den Obersten Gerichtshof gewesen. Der Oberste Justizrat hatte ihm jedoch Amtsmissbrauch bei Auftragsvergaben zur Last gelegt.
6. Streit um bosnischen Geschäftsmann: Ministerpräsident Berisha räumt im Parlament politische und persönliche Beziehungen zu dem bosnischen Geschäftsmann Damir Fazlic ein, der in Bosnien verhaftet wurde und in Albanien Eigentümer einer Reihe von Scheinfirmen sein soll. Die Opposition wirft Berisha den Aufbau einer Mafia vor.
7. Portugal erkennt Kosovo an: Der seit Monaten stagnierende Anerkennungsprozess für die Unabhängigkeit Kosovos kommt wieder in Bewegung; mit Portugal erkennt ein weiteres EU-Mitglied den neuen Staat an.
7. Streit um Mehrwertssteuer: Die Sozialisten beantragen im Parlament, private Bildungseinrichtungen von der Entrichtung der Mehrwertssteuer wieder auszunehmen; im Februar war die Mehrwertssteuerpflicht erheblich ausgeweitet worden, was auch zivilgesellschaftliche Organisationen hart traf.
8. Berisha bei Merkel: Ministerpräsident Berisha trifft in Berlin mit Bundeskanzlerin Merkel zusammen, die Albanien Unterstützung bei der Annäherung an Europa zusagt.
8. UN lässt Unabhängigkeit Kosovos überprüfen: Die UN-Vollversammlung beschließt mitt 77 gegen 6 Stimmen, die Unabhängigkeitserklärung Kosovos beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag darauf überprüfen zu lassen, ob sie völkerrechtskonform war. 74 Staaten enthalten sich, darunter die meisten der Länder, die Kosovo anerkannt haben. Ein Widerruf der Anerkennung steht nicht zur Debatte.
9. Montenegro und Makedonien erkennen Kosovo an: Die Anerkennung durch zwei Nachbarstaaten bedeutet für Kosovo einen regionalen Durchbruch, zumal beide Staaten beachtliche albanische Minderheiten haben. Damit haben bisher 50 Staaten die neue Republik anerkannt. Serbien ruft aus Protest seine Botschafter aus Podgorica und Skopje zurück.
10. Ahtisaari bekommt Friedensnobelpreis: Der frühere finnische Staatspräsident und Diplomat erhält den Friedensnobelpreis für seine Vermittlung in zahlreichen Konflikten, darunter in Kosovo.
11. Albanien verliert gegen Ungarn: In seinem dritten Qualifikationsspiel zur Fußball-Weltmeisterschaft unterliegt Albanien dem Gastgeber Ungarn mit 2:0; es steigt damit auf Platz 4 innerhalb der Qualifikationsgruppe 1 ab.
13. Berisha stellt sich hinter Fazlic: Während die Auseinandersetzungen um den bosnischen Geschäftsmann Fazlic in Albanien an Schärfe zunehmen, stellt sich Berisha öffentlich hinter ihn und fordert eine internationale Untersuchung der Vorwürfe gegen ihn (statt einer Untersuchung durch die Generalstaatsanwaltschaft).
13. Serbische Ausschreitungen in Podgorica: Rund 10.000 Serben montenegrinischer Staatsangehörigkeit demonstrieren gegen die Anerkennung Kosovos; sie fordern ein Referendum oder Neuwahlen. Bei schweren Zusammenstößen mit der Polizei gibt es viele Verletzte und Festnahmen. – Parlamentspräsident Ranko Krivokapic lehnt am 20.10. ein Referendum zu dieser Frage kategorisch ab.
15. Unentschieden gegen Portugal: Albanien trennt sich ohne Tor vom Gastgeber Portugal in seinem vierten Qualifikationsspiel zur Fußball-Weltmeisterschaft und bleibt auf Platz 4 der Gruppe 1.
16. Hoxhas 100. Geburtstag: Der 100. Geburtstag des kommunistischen Führers löst erneut Kontroversen über seinen Platz in der albanischen Geschichte aus. In Gjirokastra und Berat gibt es kleinere Versammlungen und Ausstellungen zu seinen Ehren.
19. Auch Christdemokraten gegen Berisha: Der Chef der an der Regierungsbeteiligten Christdemokraten, Nard Ndoka, erklärt als erster Politiker der Rechten, Berisha müsse zurücktreten; andernfalls sei der Sieg der Opposition bei den Parlamentswahlen 2009 unausweichlich.
22. Gligorov-Attentat 1993 vom Geheimdienst durchgeführt: Nach Angaben des damaligen Innenminister Ljubomir Frckovski wurde das Autobombenattentat vom 3.10.1993, bei dem der damalige Präsident Kiro Gligorov schwer verletzt und zwei Menschen getötet wurden, aus dem Geheimdienst des Landes heraus organisiert.
25. Ex-Geheimdienstchef Gazidede stirbt: Bashkim Gazidede stirbt in Tirana. Der 1952 geborene Mathematiker leitete von 1992 bis 1997 den Inlandsgeheimdienst SHIK (heute SHISH). Er galt als einer der Hauptverantwortlichen für die Rechtsverstöße unter Berishas Präsidentschaft und floh 1997 ins Ausland. Nach Berishas Rückkehr an die Macht wurde er stellvertretender Leiter des Katasteramtes. Er erhält ein offizielles Begräbnis in Anwesenheit hoher Regierungspolitiker; Berisha und Topalli halten die Traueransprachen. Die Opposition nimmt nicht teil.
27. Serbien übergibt Material über Organraub – Albanien lehnt Ermittlungen ab: Der serbische Chefankläger für Kriegsverbrechen, Vladimir Vukcevic, übergibt der albanischen Generalstaatsanwältin Ina Rama Material, das beweisen soll, die UÇK habe 1998-99 Serben nach Nordalbanien entführt und ihnen Organe entnommen, um sie zu verkaufen. Eine entsprechende Behauptung in einem Buch der früheren Haager Anklägerin Carla Del Ponte war von Albanien und Kosovo scharf dementiert worden. Rama lehnt jedoch mit Hinweis auf internationale Untersuchungen von 2005, die ohne Ergebnis blieben, neue Ermittlungen ab. Vukcevic erhebt den Vorwurf, die albanische Seite habe alle Beweise vernichtet.
28. Rechtsstreit in PDK entschieden: Das Berufungsgericht entscheidet zugunsten des PDK-Vorsitzenden Nard Ndoka und weist Klagen seines Konkurrenten Anton Gurakuqi ab, der Ndokas Amt für sich beanspruchte und ihm vorwarf, satzungswidrig an seiner Funktion festzuhalten.
29. PDR wird aufgelöst: Erwartungsgemäß vereinbaren die Parteiführungen von PD und PDR, dass die vor acht Jahren von der PD abgespaltene Neue Demokratenpartei unter dem stellvertretenden Regierungschef Genc Pollo wieder in die Mutterpartei zurückkehrt.
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