albanien-dafg.de    Freundschaft mit Albanien hat einen Namen: DAFG                                                                                        
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März 2009

3. Kloster Pec durch Arbeiten verunstaltet: Das Patriarchatskloster in Pec/Peja ist auf Anordnung von Bischof Artemije tiefrot angestrichen worden, obwohl es seit drei Jahren UNESCO-Weltkulturerbe ist. Artemije handelte damit entgegen der Weisung von Patriarch Pavle. Er hatte jede Zusammenarbeit mit internationalen Denkmalschützern abgelehnt.. Es werden auch Auswirkungen auf die Fresken im Inneren befürchtet.
4. Kulturminister Pango nach Sexskandal entlassen: Die bekannte Fernsehsendung „Fiks Fare“ strahlt einen Mitschnitt eines Gesprächs zwischen Kultur- und Tourismusminister Ylli Pango (PD) und einer angeblichen Stellenbewerberin aus. Pango bedrängt die Frau sexuell und stellt ihr eine Stelle im Austausch gegen sexuelle Dienste in Aussicht. Ministerpräsident Berisha entlässt Pango unmittelbar nach der Ausstrahlung per Telefon. Die Opposition fordert seine strafrechtliche Verfolgung und seinen Ausschluss aus dem Parlament. Nachfolger wird Ardian Turdiu (ebenfalls PD), der 2002-2005 Bürgermeister von Elbasan war.
10. Umfrage: „Top Channel“ veröffentlicht eine Umfrage, die das Unternehmen „Zogby International“ zu den Parlamentswahlen durchgeführt hat: danach liegt die PS mit 39 % vor der PD mit 34 %; die LSI erhielte demnach 5 %, die Bürgerliste G 99 2 %. Für die übrigen im Parlament vertretenen Parteien werden nur jeweils 1 % prognostiziert. 12 % der Befragten waren unentschieden, 4 % lehnten eine Auskunft ab. Edi Rama wird von 44 % der Befragten positiv gesehen, Sali Berisha von 36 %.14. LSI-Mitglieder kehren in PS zurück: Nachdem drei LSI-Mitglieder im Kommunalparlament von Vlora die LSI verlassen haben, treten zahlreiche (bis zu 300) Mitglieder von der LSI in die PS über.
16. Protestkundgebungen in Tirana wegen Gërdec: PS und LSI führen ein Jahr nach der Katastrophe von Gërdec am 15.3.2008 Großkundgebungen in Tirana durch, bei denen sie für eine Ablösung der Regierung Berisha bei der Wahl am 28.6.2009 mobilisieren. Am Vortag hatte es mehrere Gedenkveranstaltungen für die Opfer des Unglücks gegeben, das juristisch noch nicht aufgearbeitet ist. Die UN-Katastrophenbehörde UNDAC wirft der Regierung Berisha vor, nach ihrem Regierungsantritt 2005 die Bemühungen der Regierung Nano um einen nationalen Katastrophenplan eingestellt zu haben.
18. Berisha und Christdemokraten: Ministerpräsident Berisha hält in Berlin einen Vortrag auf Einladung der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung im Rahmen einer Vortragsreihe zum 20. Jahrestag des Sturzes der kommunistischen Systeme in Osteuropa. Die CDU lehnt in ihrem Europawahlprogramm eine weitere Südosterweiterung der EU über Kroatien hinaus ab; Berisha erklärt gegenüber der Deutschen Welle, dies sei nicht das letzte Wort Deutschlands.
16. Einreiseverbot für serbischen Parlamentsausschuss: Der Ausschuss der serbischen Skupstina, der für Kosovo zuständig ist, wird von der kosovarischen Grenzpolizei an der Einreise gehindert. Die Serben hatten angekündigt in dem Dorf Ranilug bei Gjilan (Südost-Kosovo) eine Ausschusssitzung abhalten zu wollen. Die kosovarischen Behörden verlangen von serbischen Politikern, eine Einreisegenehmigung einzuholen.19. Spanien beendet KFOR-Beteiligung: Die spanische Verteidigungsministerin Carme Chacon besucht das rund 630 Soldaten umfassende spanische KFOR-Kontingent und kündigt dabei den Abzug der spanischen Truppen in den nächsten Monaten an. Chacon nahm keinen Kontakt zu den kosovarischen Regierungsbehörden ab. Spanien lehnt weiterhin eine Anerkennung Kosovos ab, was zuvor Ministerpräsident Zapatero (PSOE) bei einem Besuch des serbischen Präsidenten Tadic erneut bekräftigt hatte. Die kosovarische Regierung dankt Spanien für sein bisheriges Engagement; die USA äußern sich überrascht und enttäuscht. Die mangelnde Absprache bringt Ministerin Chacon innenpolitisch unter Druck.
21. Muça bleibt Vorsitzender der Muslimischen Gemeinschaft: In Kavaja wird Selim Muça mit großer Mehrheit als Vorsitzender der Muslimischen Gemeinschaft bestätigt. Zahlreiche Muslime protestieren gegen seine Wiederwahl.
22. Präsidentenwahl in Makedonien: Am ersten Wahlgang für das Präsidentenamt von Makedonien nehmen 56,4 % der Wahlberechtigten teil. Präsident Branko Crvenkovski (SDSM) kandidiert nicht wieder. Georgi Ivanov von der regierenden konservativen VMRO-DPMNE mit 35,1 % und Ljubomir Danailov-Frckovski (SDSM) mit 20,5 % qualifizieren sich für die Stichwahl. Imer Selmani, ein albanischer Kanidate für die neu gegründete „Neue Demokratie“, dem in Umfragen zugetraut wurde, die Stichwahl zu erreichen, liegt mit 15 % nur haarscharf vor dem rechten Ex-Außenminister Ljube Boskovski mit 14,9 %; er war im Vorjahr in Den Haag von der Anklage von Kriegsverbrechen freigesprochen worden. Agron Buxhaxu (BDI) erreicht 7, 5 %; Merushe Hoxha (PDSH) 3,1 %. Die drei albanischen bewerber liegen damit bei zusammen 25,6 %. Der Liberale Nano Rusin bekommt 4,1 %.
24. 10 Jahre Kosovo-Krieg: Unter verschiedenen Vorzeichen wird des 10. Jahrestages des Beginns der NATO-Angriffe auf das damalige Rest-Jugoslawien gedacht. In Serbien wird der serbischen Opfer gedacht; wenige Stimmen erinnern an die Verantwortung der Milosevic-Regierung für die damaligen Ereignisse. Im Westen werden die Resultate des Krieges unterschiedlich gewertet.
24. Kumbaro wird ausgeliefert: Ein britisches Gericht macht den Weg für die Auslieferung des im September 2008 in London festgenommenen Ilir Kumbaro nach Albanien frei. Er soll als Offizier des damaligen Inlandsgeheimdienstes SHIK einen makedonischen-albanischen Geschäftsmann entführt, gefoltert und ermordet haben.
26. Parlament für NATO-Beitritt: Das albanische Parlament stimmt einmütig für das Beitrittsprotokoll zur NATO; Berisha nennt dies den wichtigsten Beschluss seit der Unabhängigkeitserklärung.
28. Thaçi für Abzug der UNMIK: Der kosovarische Ministerpräsident Hashim Thaçi (PDK) fordert die Beendigung der UN-Mission in Kosovo; sie sei unter den Bedingungen der Unabhängigkeit und der Etablierung der EULEX überflüssig und nicht nützlich.
28. Weitere Niederlage gegen Ungarn: Albanien verliert auch sein Heimspiel gegen Ungarn in der Gruppe 1 zur WM-Qualifikation mit 0:1.
29. Wahlsieg für Djukanovic: Bei den Parlamentswahlen in Montenegro setzt sich die von der DPS beherrschte Liste „Europäisches Montenegro“ von Ministerpräsident Milo Djukanovic durch; sie erringt mit 51,9 % die absolute Mehrheit und hält jetzt 47 von 81 Sitzen. Die zersplitterte, meist Serbien nahestehende Opposition muss z.T. schwere Verluste hinnehmen. Insgesamt traten fünf albanische Regionalparteien an, die zusammen 4,3 % erhielten. Aufgrund einer Sonderklausel im Wahlgesetz erhalten vier davon jeweils einen Sitz; ein weiterer Albaner wird auf dem Ticket der Regierungspartei gewählt. Die Wahlbeteiligung beträgt 66,2 %.29. PDSH ohne Wahlempfehlung: Menduh Thaçi, der Chef der Demokratischen Partei der Albaner (PDSH) in Makedonien, erklärt, dass seine Partei keine Wahlempfehlung für die Stichwahl um das Präsidentenamt abgeben und ohne Wahlabsprachen in die Stichwahlen zu den Kommunalparlamenten und Bürgermeister gehen werde.
30. Niedriger Lek-Kurs gefährdet Medikamentenversorgung: Wegen des hohen Euro-Kurses fürchten die Apotheker einen Versorgungsmangel mit Medikamenten; Albanien importiert ca. 90 % der benötigten Heilmittel.
30. „Straße der Juden“ in Berat: Fadil Nasufi, der Bürgermeister von Berat, enthüllt im Rahmen eines Festaktes das Straßenschild der „Straße der Juden“; sie soll an die Rettung Hunderter Juden während der deutschen Besatzung erinnern.
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