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:: Daten, Namen, Fakten
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In unserem Archiv können Sie noch die Chronik der letzten Jahre nachlesen.
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August 2006
1. Lubonja leitet Rundfunkrat: Der Publizist Fatos Lubonja wird zum Vorsitzenden des Rundfunkrates gewählt.
1. Diplomatische Beziehungen mit Montenegro: Albanien und Montenegro vereinbaren die Aufnahme diplomatischer Beziehungen. Albanien hatte die Unabhängigkeit Montenegros bereits am 19.6.2006 offiziell anerkannt.
8. Auseinandersetzung in Hamburg um Kosovaren-Familie: Ausgehend von einer parlamentarischen Anfrage des Hamburger Bürgerschaftsabgeordneten Thomas Böwer (SPD) nach den Verbindungen des Senats zu der kosovarischen Familie Osmani, die angeblich in die Organisierte Kriminalität verstrickt ist, kommt es zu Debatten um die Veröffentlichungspflicht dieser Anfrage; im Mittelpunkt steht der ehemalige Senator Mario Mettbach (Schill-Partei).
10. UÇK-Mitglieder wegen Kriegsverbrechen verurteilt: Ein internationales Gericht in Gjilan verurteilt drei UÇK-Mitglieder wegen der Entführung, Folterung und Ermordung mehrerer Kosovo-Albaner, die der Kollaboration mit den Serben verdächtig waren, in einem Gefangenenlager im Sommer 1998 zu je sieben Jahren Haft; ein Angeklagter wird freigesprochen.
11. Gjata KQZ-Chef: Die neu konstituierte Zentrale Wahlkommission wählt Çlirim Gjata zum neuen Leiter. Die Opposition bestreitet weiter die Legitimität der Kommission und wirft der Regierung vor, mit der Wahl eines PD-Kandidaten im Parlament die Rechte der Opposition missachtet zu haben. Nach Art. 154 der Verfassung werden zwei Mitglieder von der Versammlung, zwei vom Präsidenten der Republik und die drei anderen vom Obersten Justizrat gewählt; Gjata gehört in die letztere Kategorie.
14. Deutscher wird UNMIK-Chef: Der deutsche Diplomat und frühere Oberbürgermeister von Sindelfingen Joachim Rücker, der bereits bisher in der Wirtschaftsverwaltung von Kosovo gearbeitet hatte, wird mit Wirkung zum 1.9. von UN-Generalsekretär Annan zum Nachfolger des zurückgetretenen Sören Jessen Petersen ernannt. Die Vertreter der Kosovo-Regierung begrüßen die Entscheidung und würdigen Rückers bisherige Tätigkeit. Die serbische Seite wirft ihm Parteinahme zugunsten der Albaner in Eigentumsfragen vor.
14. PDK bekommt Staatssekretär: Anton Gurakuqi von der Christdemokratischen Partei wird stellvertretender Außenminister. Die in letzter Zeit erstarkte PDK war bisher nicht in der Regierung vertreten.
15. UNMIK lehnt Teilung Kosovos ab: Die UNMIK lehnt die von serbischen Politikern ins Gespräch gebrachte Teilung Kosovos ab.
15. Regierung Gruevski: Der makedonische Wahlsieger Nikola Gruevski (VMRO-DPMNE) legt dem Parlament nach den Abschluss der Koalitionsverhandlungen mit der PDSH, der Sozialistischen Partei (SPM), der Liberalen Partei (LP) und der Neuen Sozialdemokratischen Partei (NSDP) seine Kabinettsliste vor. Die PDSH stellt mit Imer Selmani einen der stellvertretenden Ministerpräsidenten und die vier Minister für Gesundheit (ebenfalls Imer Selmani, Bildung (Sulejman Rushiti), Kultur (Ilirian Beqiri) und Umwelt (Imer Aliu).
16. Albanien zum Verkauf angeboten: Ministerpräsident Berisha stellt in der Kabinettssitzung sein Programm „Albanien für 1 €“ vor. Um ausländische Investoren anzulocken, soll der Quadratmeterpreis für Erschließungsgelände auf 1 € festgesetzt werden. Die Initiative stößt überwiegend auf negatives Echo; Berisha wird vorgehalten, man könne dann das komplette Land für nur 28 Milliarden € kaufen.
16. Beziehungen mit Afghanistan: Die Regierung beschließt die Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit der Islamischen Republik Afghanistan.
16. Zwerg besiegt: Albaniens Fußballnationalmannschaft schlägt in einem Freundschaftsspiel in San Marino die Gastgeber 0:3 durch Tore von Tare, Skela und Lala.
17. Serbien bietet Kosovo medizinische Hilfe: Der serbische Präsident Tadic bietet dem kosovarischen Präsidenten Sejdiu medizinische Hilfe gegen eine drohende Meningitis-Epidemie an.
22. Küstenüberwachung outgesourcet: Der US-Rüstungskonzern „Lockheed Martin“ unterschreibt einen Vertrag mit der albanischen Regierung zur Überwachung der albanischen Küste mit moderner Technik, um Schmuggel, Schleuserei und Menschenhandel zu unterbinden. Albanien zahlt 17 Mio. $.
22. Mord an Zwangsprostituierter: Eine aus der Gewalt ihres Zuhälters befreite 18jährige Frau wird von diesem in Klos auf offener Straße erschossen, nachdem sie auf seine Drohungen nicht eingegangen und zu ihm zurückgekehrt war. Gegen zwei Kriminalbeamte in Burrel wird wegen Amtspflichtverletzung ermittelt, die Anzeigen gegen den Zuhälter nicht bearbeitet hatten.
22. Parteiausschluss nach Ausschreitungen: Der Dorfbürgermeister von Kolsh, Abedin Oruçi, wird aus der PS ausgeschlossen, nachdem er den Bürgermeister von Kukës bei einem dienstlichen Termin beleidigt und geschlagen hatte.
22. EuGH für albanische Eigentümer: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte verpflichtet die albanische Regierung, einer Familie die bereits zuerkannten 120.000 € für unter den Kommunisten verstaatlichtes Grundeigentum auszuzahlen, was bisher mit Hinweis auf Mittelknappheit verweigert worden war.
23. Xhaferi zieht sich zurück: Gegenüber der Presse erklärt der seit längerem schwer erkrankte Vorsitzende der gerade in die Regierung zurückgekehrten PDSH, Arben Xhaferi, seinen Rückzug aus der makedonischen Politik. Die Frage seiner Nachfolge lässt er offen.26. Serbien droht mit Gesprächsboykott: Die serbische Delegation bei den Wiener Kosovo-Verhandlungen droht mit einem Boykott der Gespräche, um gegen angebliche Äußerungen des finnischen Chefunterhändlers, des früheren Präsidenten Martti Ahtisaari, zu protestieren; er soll gesagt haben, die Serben trügen als Volk die Schuld an der Lage in Kosovo.
26. Terroranschlag gegen Serben: Gegen ein Lokal in Nord-Mitrovica, das besonders nationalistischen Serben besucht wird, wird eine Bombe geworfen; neun Menschen werden verletzt. Als Täter wird ein minderjähriger Albaner ermittelt.
26. Wieder Schüsse in Lazarat: In dem südlich von Gjirokastra gelegenen Dorf Lazarat werden in den Nachtstunden zahlreiche Schüsse aus großkalibrigen Waffen abgegeben; Verletzte gibt es offenbar nicht. Wegen der anhaltenden Trockenheit entzünden die Patronenhülsen nahe gelegenes Weideland und lösen Brandgefahr für das Kloster Derviçan aus.
26. Vertrauensvotum für Gruevski: Die Sobranje spricht mit 68 gegen 22 Stimmen der Regierung Gruevski das Vertrauen aus; 17 Abgeordnete des BDI und der PPD boykottiren die Sitzung.
30. Vereinbarung der großen Parteien: Nach Wochen der politischen Blockade im Parlament unterzeichnen je drei Vertreter von PD und PS eine Vereinbarung. Danach soll u.a. durch eine Verfassungsänderung die Zentrale Wahlkommission von 7 auf 9 Mitglieder erweitert werden, da die Besetzung weiterhin strittig ist. Die Vereinbarung soll die Kommunalwahlen absichern, die vermutlich im Frühjahr stattfinden.
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