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:: Daten, Namen, Fakten
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In unserem Archiv können Sie noch die Chronik der letzten Jahre nachlesen.
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April 2011
1. Volkszählung in Kosovo: Nach sechsjähriger Vorbereitung beginnt die Volkszählung in Kosovo, die von der Regierung in Zusammenarbeit mit UN und EU durchgeführt wird. Besondere Schwierigkeiten werden in den serbisch kontrollierten Gemeinden erwartet.
2. Bektashi-Oberhaupt Bardhi tot: In Tirana stirbt Haxhi Rashat Bardhi, der Dedebaba der Bektashi. Der am 4.5.1935 in Lusna bei Kukës geborene Bardhi wurde mit 18 Jahren Mitglied des Sufi-Ordens der Bektashi. Er verbrachte Jahrzehnte im Lager und in Internierungsdörfern. 1991 wurde er Oberhaupt seines Ordens und konnte viele seiner heiligen Stätten wiedereröffnen und neu errichten.
2. Krasniqi wieder Präsident: Der kosovarische Parlamentspräsident Jakup Krasniqi übernimmt erneut das Amt des Interims-Präsidenten nach dem Ausscheiden Behgjet Pacollis. Dieser nimmt an der offiziellen Zeremonie nicht teil.
6. Durchbruch bei Gesprächen über neuen kosovarischen Präsidenten: Eine Verhandlungsrunde zwischen den Führern der LDK der PDK und der AKR und des US-Botschafters Christopher Dell verständigt sich überraschend auf die Nominierung der stellvertretenden Polizeipräsidentin Atifete Jahjaga. Pacolli verfolgt das Ziel einer erneuten Wahl nicht mehr.
7. Jahjaga neue Präsidentin von Kosovo: Das kosovarische Parlament wählt mit 80 von 120 Stimmen Atifete Jahjaga zur neuen Präsidentin; Suzana Novobërdaliu (AKR) erhält 10 Stimmen, 10 Stimmen sind ungültig. Die Bewegung „Selbstbestimmung“ boykottiert die Sitzung. Die am 20.4.1975 in Gjakova geborene Jahjaga studierte Jura und wurde in Großbritannien und den USA für den höheren Polizeidienst ausgebildet. Sie ist bisher öffentlich kaum in Erscheinung getreten und hat sich parteipolitisch nicht engagiert.
8. Pacolli Vizepremier: Ministerpräsident Hashim Thaçi ernennt den Chef der AKR, Behgjet Pacolli, zum ersten stellvertretenden Ministerpräsidenten. Er soll sich um weitere diplomatische Anerkennungen des jungen Staates und um Auslandsinvestitionen kümmern. Pacolli erklärt am 12.04., diese Aufgaben seien mit ihm nicht abgesprochen. Im Rahmen weiterer Koalitionsverhandlungen akzeptiert er das Amt; seine Partei bekommt außerdem zwei Ministerien und mehrer stellvertretende Ministerposten.
14. PS-Wahlspots verboten: Die Zentrale Wahlkommission untersagt die Ausstrahlung mehrerer sozialistischer Wahlspots. Z.T. sei mangels Parteilogo nicht klar erkennbar, wer für sie verantwortlich sei, z.T. werde über den PD-Kandidaten für den Posten des Oberbürgermeisters, Lulzim Basha, extrem polemisch und herabwürdigend gesprochen.
14. Sobranje aufgelöst: Das makedonische Parlament löst sich vorzeitig auf; 79 der 120 Abgeordneten stimmen für den Antrag. Der oppositionelle Sozialdemokratische Bund nimmt an der Sitzung nicht teil. Am 5. Juni soll neu gewählt werden.
21. Nishani wieder Innenminister: Präsident Topi entlässt Lulzim Basha, der als Spitzenkandidat der PD in Tirana antritt, aus dem Amt des Innenministers. Sein Nachfolger wird der bisherige Justizminister Bujar Nishani (ebenfalls PD), der dieses Ressort schon im ersten Kabinett Berisha inne hatte. Im Parlament erhält er 73 von 140 Stimmen.
22. Neuer Zentralbankchef in Kosovo: Das kosovarische Parlament wählt Gani Gërguri mit mit 58 gegen 15 Stimmen zum neuen Gouverneur der Zentralbank von Kosovo. Sein Vorgänger Hashim Rexhepi war schon im Oktober 2010 wegen Korruption abgesetzt und verhaftet worden. |
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