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:: Daten, Namen, Fakten
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In unserem Archiv können Sie noch die Chronik der letzten Jahre nachlesen.
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April 2005
1./2. Kosumi in Albanien: Der neue kosovarische Ministerpräsident Bajram Kosumi stattet Albanien seinen Antrittsbesuch ab.
4. Staatstrauer: Die albanische Regierung ordnet Staatstrauer für den am 2.4. verstorbenen Papst an. Johannes Paul II. hatte 1993 als erster Papst Albanien besucht.
4. Thaçi für stabile Grenzen: Der kosovarische Oppositionschef Hashim Thaçi (PDK) spricht sich in Tirana nach einer Begegnung mit Ministerpräsident Nano für stabile Grenzen aus; Kosovo erhebe keine Forderungen an Serbien oder Makedonien und wolle auch die Grenze zu Albanien nicht aufheben. Erst am 30.3. hatte UNMIK-Chef das südserbische Unruhegebiet Bujanovc besucht und dort mit Flüchtlingen gesprochen.
4. Lukic im Haag: Der frühere serbische Polizeikommandant in Kosovo, General Sreten Lukic, stellt sich dem UN-Tribunal im Haag. Die EU fordert die Auslieferung des ehemaligen Generalstabschefs Nebojsa Pavkovic als Bedingung für eine Annäherung.
5. Wahlbündnis?: In Gesprächen mit den beiden sozialdemokretischen Parteien PSDSH und PDS und mit der Umweltpartei PAA nähern sich die Sozialisten einem neuen Wahlbündnis. Die Demokratische Allianz (PAD) und die Minderheitenpartei PBDNJ sind bisher nicht zu einem neuen Zusammengehen mit den Sozialisten bereit.
5./6. LSI-Parteitag: Die im vergangenen Jahr von der PSSH abgespaltene Sozialistische Integrationsbewegung (LSI) hält in Tirana ihren 1. Parteitag ab. Ilir Meta wird als Vorsitzender, der frühere Diplomat Pëllumb Xhufi als sein Stellvertreter bestätigt. Die übrigen albanischen Mitte-Links-Parteien sowie ausländische Parteien haben Gäste und Beobachter entsandt, u.a. weil die LSI die Aufnahme in die Sozialistische Internationale anstrebt. PSSH-Generalsekretär Ruçi spricht von der Möglichkeit einer Koalition mit der LSI nach den Wahlen.
5./6. Fischer in Albanien und Kosovo: Bundesaußenminister Joschka Fischer nimmt in Durrës an einer Konferenz der Außenminister des westlichen Balkans teil; zuvor besucht er eine Personalversammlung an der deutschen Botschaft in Tirana, die von der Visa-Affäre betroffen ist. Am Folgetag besucht Fischer Prishtina.
7. Max von der Grün tot: Der deutsche Schriftsteller Max von der Grün stirbt im Alter von 78 Jahren in Dortmund. Der führende Vertreter einer sozial realistischen Literatur („Werkkreis Literatur der Arbeitswelt“) war mehrfach zu öffentlichen Auftritten im kommunistischen Albanien gewesen, wo auch Bücher von ihm übersetzt wurden.
9. Bombenanschlag in Bajram Curri: In der nordalbanischen Kreishauptstadt Bajram Curri wird der Besitzer einer Tankstelle bei einem Bombenanschlag getötet; es wird spekuliert, ob der Anschlag dem benachbarten Büro des Inlandsgeheimdienstes SHISH galt.13. PSSH kopiert Labour: Die Sozialisten stellen ihren Wahlkampfslogan „Albanien vorwärts, nicht zurück“ vor, der den vor zwei Tagen von der britischen Labour Party präsentierten Slogan „Britain forward, not back“ wörtlich übernimmt.
8. Neuer Name für Makedonien?: Die UN schlagen im Streit um den offiziellen Namen Makedoniens die Formulierung „Republik Makedonien-Skopje“ statt des bisher international üblichen FYROM vor. Die USA hatten die Republik Makedonien 2004 als solche anerkannt.
15. Haradinajs Bruder ermordet: Enver Haradinaj, der 22jährige Bruder des früheren kosovarischen Ministerpräsidenten Ramush Haradinaj, wird von Unbekannten erschossen. Sein Bruder nimmt am 17.4. an seiner Beisetzung teil, wofür er kurzzeitige Haftverschonung aus den Haag bekommt. Präsident Rugova ordnet Staatstrauer an. Verdächtigt wird die Familie Musaj, die mit den Haradinajs verfeindet ist.
17. Bombenanschlag auf Parteibüro: Auf das Büro der Partei „ORA“ des Publizisten Veton Surroi wird ein Bombenanschlag verübt, bei dem drei Kinder verletzt werden. Erst vor Kurzem hatte Surroi Drohungen erhalten, nachdem er den stellvertretenden Ministerpräsidenten Adem Salihaj (LDK) der Verwicklung in Kriminalität und Terrorismus bezichtigt hatte.
17. Griechische Schule in Korça: In Korça wird in Anwesenheit der Bildungsminister Albaniens und Griechenlands, Luan Memushi und Marietta Janakou, und des orthodoxen Erzbischofs Anastasios Janullatos die erste zweisprachige griechisch-albanische Privatschule eröffnet.
18. PSSH stellt Kandidaten auf Widerstand der Basis: Der Vorstand der Sozialistischen Partei beschließt die 100 Wahlkreiskandidaturen (darunter viele Geschäftsleute) und das Wahlprogramm. An der Basis gibt es Widerstände gegen zehn Kandidaten, darunter mehrere frühere Minister sowie den derzeitigen Bildungsminister Luan Memushi.18. Agolli wieder Abgeordneter: Der Schriftsteller Dritëro Agolli rückt für den in den diplomatischen Dienst übergewechselten sozialistischen Politiker Bardhyl Agasi ins Parlament nach. Wegen der bevorstehenden Wahlen ist keine Nachwahl vorgesehen.
23./24. PDSH-Parteitag: Die PDSH verabschiedet auf ihrem Parteitag in Tirana ihr Wahlprogramm. Parteichef Berisha kündigt an, nach einem Wahlsieg selbst Ministerpräsident werden zu wollen; er wird mit 700 gegen 27 Stimmen bei 14 Enthaltungen im Amt bestätigt. Bei den Wahlen zum 134köpfigen Nationalrat der PDSH kehrern einige frühere Mitglieder der PAD in die Leitung ihrer ursprünglichen Partei zurück, darunter Genc Ruli, Gramoz Pashko und Preç Zogaj; der frühere PAD-Vorsitzende Arben Imami scheitert - In unabhängigen Zeitungen wie „Shekulli“ und „Gazeta Shqiptare“ werden Berisha autoritärer Führungsstil und unfinanzierbare Wahlversprechen vorgeworfen.
25. Wahlen am 3. Juli: Nach längeren Verhandlungen setzt Präsident Moisiu die Parlamentswahlen auf den 3. Juli an.
25. EU mit Empfehlungen zur Wahl: Die EU legt eine Reihe von Empfehlungen zur Umsetzung des im Januar novellierten albanischen Wahlgesetzes vor, mit denen Auseinandersetzungen während und nach dem Wahlgang vermieden werden sollen. Sie betont erneut, dass die Wahlen ein Prüfstein für die Chancen Albaniens bei der europäischen Integration sein werden.
26. Wahlbündnis PDSH-PDR: Die Demokratische Partei und Genc Pollos Reformierte Demokratenpartei einigen sich auf ein Wahlbündnis; die PDSH wird drei Direktkandidaten der PDR in Tirana, Shkodra und Durrës unterstützen.
27. Fairnessabkommen unterzeichnet: In Anwesenheit von Vertretern der USA, der EU und der OSZE unterschreiben die Vorsitzenden von 16 albanischen Parteien auf Initiative von Präsident Moisiu ein Fairnessabkommen für den Wahlkampf.
29. Freispruch für makedonischen Ex-Finanzminister: Besnik Fetahu, der für die PDSH Finanzminister in der früheren Regierung unter Ljubço Georgievski (1998-2002) gewesen war, wird vom Vorwurf des Amtsmissbrauchs bei der Privatisierung der Tageszeitung „Nova Makedonija“ freigesprochen.
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