Daten, Namen, Nachrichten

Hier sammeln wir die wichtigsten Nachrichten aus Albanien, Kosovo und weitere Länder in denen es albanische Minderheiten oder eine albanische Diaspora gibt. In unserem Archiv können Sie die Chronik der letzten Jahren nachlesen. Wählen Sie dazu einfach das entsprechende Jahr und Monat aus. Die gesamte Albanienchronik seit 1990 ist auch als Buch erhältlich.

Dezember 2016

1. Singapur erkennt Kosovo an: Als 113. Staat erkennt Singapur Kosovo völkerrechtlich an. Im laufenden Jahr ist dies nach Surinam die zweite Anerkennung.


5. Parlamentswahl am 18. Juni: Präsident Nishani setzt den 18.6.2017 als Datum für die turnusmäßigen Parlamentswahlen an.

6. PISA 2015: Die OECD stellt die Ergebnisse von PISA 2015 zu den Lernresultaten der 15jährigen vor. Während Albanien einige Erfolge verbuchen kann, schneiden Makedonien und vor allem Kosovo, das zum ersten Mal teilnahm, desaströs ab.

9. Polen für Albaniens EU-Beitritt: Die polnische Ministerpräsidentin Beata Szydlo (PiS) besucht Albanien. Sie bekundet die Unterstützung ihrer Regierung für Beitrittsverhandlungen der EU mit dem Balkanland.


11. Patt in Makedonien: Die mehrfach verschobenen Neuwahlen in Makedonien bringen kein klares Ergebnis. Die regierende VMRO-DPMNE des früheren Ministerpräsidenten Nikola Gruevski erhält 38,1 % (51 Mandate); der sozialdemokratische SDSM von Zoran Zaev liegt mit 36,7 % (49 Mandate) knapp dahinter. Der albanische BDI von Ali Ahmeti fällt auf 7,3 % (10 Sitze) zurück; die ebenfalls albanische Bewegung Besa erhält 4,9 % und 5 Sitze; die „Allianz der Albaner“ gewinnt 3,0 % und 3 Mandate, die Demokratische Partei der Albaner wird mit 2,6 % und 2 Sitzen nahezu bedeutungslos. Eine Fortsetzung der Koalition VMRO-BDI wird angesichts der knappen Mehrheit als nicht aussichtsreich angesehen. Der albanische Ministerpräsident Rama lädt die Chefs der albanischen Parteien zu Beratungen nach Tirana ein.

14. Noch keine Beitrittsverhandlungen: Der EU-Außenministerrat stimmt einer Kommissionsempfehlung zu, noch kein Datum für Beitrittsverhandlungen mit Albanien anzusetzen, da die von der EU formulierten Bedingungen besonders bei der Umsetzung der Justizreform noch nicht erfüllt seien. – PD-Chef Basha sieht dies als „Ohrfeige“ für die Regierung Rama.

15. Ländervorwahl für Kosovo: Die kosovarische Regierung teilt mit, dass die ITU Kosovo offiziell die Ländervorwahl 00383 zugewiesen hat. Dem waren Verhandlungen mit Serbien vorausgegangen. Verschiedene Mobilfunkanbieter hatten bisher mit anderen internationalen Codes (z.B. von Monaco) gearbeitet; im Festnetz galt die serbische Vorwahl. – Die Opposition vermutet dahinter einen „Betrug“ der Regierung.

16. Personalkarussell in serbischem Ministerium in Kosovo: Der kosovarische Kommunalminister Ljubomir Marić wird entlassen und durch Mirjana Jevtić ersetzt; dies erfolgte nach Angaben von Ministerpräsident Isa Mustafa auf Vorschlag der Serbischen Liste. – Bereits am 29.12. erklärt Jevtić ihren Rücktritt.

19. LSI kritisiert Regierung: Der frühere Minister und jetzige Programmsekretär der LSI Edmond Haxhinasto äußert sich in einem Zeitungsinterview kritisch über die Bilanz der Linkskoalition, die ihre Potentiale nicht ausgeschöpft habe. Er lehnt eine Festlegung auf eine Fortsetzung der Koalition mit der PS ab.

19. Neujahrsamnestie: Justizminister Ylli Manjani kündigt an, dass 670 Häftlinge von der diesjährigen Neujahrsamnestie profitieren werden. Mörder, Wiederholungstäter, verurteilte Beamte und Vergewaltiger innerhalb der Familie sind von der Amnestie ausgeschlossen.

19. Kardinal Simoni spricht im Parlament: Der erst kürzlich kreierte Kardinal Ernest Simoni (s. 19.11.2016) hält eine kurze Ansprache im Parlament, in der er die Abgeordneten aufruft, sich auf ihre Verantwortung gegenüber dem Volk zu besinnen.

22. Verfassungsgericht weist Oppositionsklagen ab: Das Verfassungsgericht weist Klagen der PD gegen das vom Parlament beschlossene Umsetzungsgesetz zur Justizreform ab.

29. PBDNJ verlässt Koalition: Die Minderheitenpartei PBDNJ scheidet jetzt auch offiziell aus der Koalition aus; Edi Rama entlässt die auf ihrem Ticket berufene stellvertretende Umweitministerin Oltjana Ifti.

29. KQZ erkennt drei Politikern Ämter ab: Die KQZ entscheidet, den Abgeordneten Shkëlqim Selami (LSI) und Dashamir Tahiri (von PDIU zu PD gewechselt) sowie dem Bürgermeister von Kavaja, Elvis Roshi (PS), ihre Mandate und Ämter abzuerkennen, weil sie Vorstrafen bei ihrer Kandidatur nicht angegeben hätten.