Wie soll es mit Albanien und der EU weitergehen? Eine Podiumsdiskussion

13. November 2019 | Von | Kategorie: Veranstaltungen

Foto: www.nacionalalbania.al

Die EU-Annäherung hat in Albanien im letzten Jahrzehnt viel angestoßen: Der Druck von außen in Verbindung mit innenpolitischer Dynamik und gesellschaftlichen Protesten sorgten für einen umfassenden Umbau des Regierungs- und Staatsapparats und eine Gesetzgebung, die EU-Richtlinien folgt. Die Erwartungen, dass diese positive Dynamik sich verstetigen und sich Albanien  zum ernsthaften EU-Beitrittskandidat wird, sind hoch.

In den letzten Jahren hat sich Gleichzeitig eine engagierte Zivilgesellschaft entwickelt, die auf vielfältige Weise für die konkrete Umsetzung europäischer Werte von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit eintritt. Große Studierendenproteste gegen Studiengebühren und für bessere Studienbedingungen mündeten in monatelange Demonstrationen gegen Korruption und Vetternwirtschaft. Umweltgruppen erstritten mit breiter gesellschaftlicher Unterstützung den Erhalt der natürlichen Landschaft. In Tirana kämpft eine Protestbewegung gegen den Abriss des denkmalgeschützten Nationaltheaters.

Umso stärker wirkt die Enttäuschung über die jüngste Entscheidung des Europäischen Rates, der die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit Albanien erneut vertagt hat.

Welche Auswirkungen hat die Vertagung der Beitrittsverhandlungen auf die albanische Innenpolitik? Wie tief reichen die durch die EU-Annäherung angestoßenen Reformen? Wie überträgt sich die Dynamik der Protestbewegungen in die Politik? Um diese Fragen geht es in dieser von der Heinrich-Böll-Stiftung veranstaltete Podiumsdiskussion.

 

Niemals Aufgeben! Albanien zwischen Reform, politischen Blockaden und EU-Ignoranz

Dienstag, den 26. November 2019, 18-20 Uhr

Heinrich-Böll-Stiftung – Bundesstiftung Berlin
Schumannstr. 8 S1, S2, S3 S5 S7 S9 Friedrichstr. 147 Deutsches Theater (Berlin)
10117 Berlin

Mit:
Gresa Hasa, Feministin, Aktivistin der Studierendenproteste „For the University“, Tirana
Gjergj Erebara, Journalist, Balkan Investigative Reporting Network, Tirana
Manuel Sarrazin, Osteuropapolitischer Sprecher, Mitglied des Deutschen Bundestags

Moderation:
Marion Kraske, Büroleiterin, Heinrich Böll Stiftung Sarajevo

 

Im Anschluss an die Veranstaltung wird zur informellen Vernetzung mit den Gästen eingeladen.

Es wird um eine Anmeldung gebeten: https://calendar.boell.de/de/civi_register/139007

 

Ein Veranstaltung der:

 

 

 

 

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