Albanien ist schlecht gegen ‚Fake News‘ gewappnet

6. April 2018 | Von | Kategorie: Berichte

Foto: Axel Kronholm

Fake News, also absichtlich gefälschte Nachrichten, sind derzeit omnipräsent in den Medien. Albanien, so eine neue Untersuchung des Open Society Institutes Sofia ist gänzlich unvorbereitet, die Bürger vor Fake News zu schützen, die Menschen können mit solchen gefälschten Meldungen  – aber auch mit echten Nachrichten – kaum positiv umgehen.

Im jüngst erschienen Media Literacy Index 2018 wurden 35 europäische Länder zum Thema Medienkompetenz untersucht. Im Ranking rangiert Albanien an drittletzter Stelle. Schlechter dran sind lediglich die Türkei und Mazedonien. Kosovo wurde nicht in der Studie berücksichtigt.

Medienkompetenz in Europa. Quelle: Mediakompetenzbericht 2018

Das schlechte abschneiden Albaniens in der Studie wurde unter Anderem auf fehlenden gesetzlichen Normen in Bezug auf albanische bzw. albanischsprachige Webseiten bzw. -inhalte zurückgeführt. Auf diesem durchaus von privaten Anbietern dominierten Markt herrscht fast völlige Anarchie. Das Fehlen jeglicher Aufsicht führt so oft dazu, dass sich falsche aber reißerisch präsentierte Nachrichten rasant verbreiten. Dazu kommt und dadurch verstärkt wird ein weit verbreitetes Misstrauen in Regierung, Verwaltung und Zivilgesellschaft.

Die Bewertung der Länder im Media Literacy Index berücksichtigt eine Reihe von Faktoren, einschließlich das allgemeinen Bildungsniveau. Bildung im Allgemeinen und Medienbildung im Besonderen bleibt nach wie vor der beste Schutz gegen Fake News.

Die englischsprachige Fassung des Berichts „Media Literacy Index 2018“ kann man hier runterladen.

 

 

 

 

 

 

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