Mirdita zwischen Tradition und Moderne in Zürich

4. April 2018 | Von | Kategorie: Veranstaltungen

Foto: Lars Haefner

Über die Mirdita wird oft gesagt, ‚Dort leben die Menschen noch so wie früher. Wenn du die wahre albanische Kultur erleben willst, dann musst du dort hinfahren!‘

Das stimmt. Gleichzeitig stimmt es aber nicht. Zumindest nicht so. Die Tradition wird in Mirdita in der Tat etwas intensiver gepflegt als in anderen Regionen Albaniens. Das hat viel damit zu tun, dass die Mirdita auch schon immer etwas „traditioneller“ etwas „rückständiger“ als andere Landesteile galt, siehe Edith Durhams oder Baron Franz Nopcsas Schriften dazu oder auch die Politik der Albanischen Partei der Arbeit (PAA) in Bezug auf diese Region.

Andererseits befindet sich die Mirdita mittendrin in der albanischen Modernisierung: Die nicht mehr ganz neue Rruga e Kombit führt mitten durch die Region. Die Flüsse, die das Leben dort seit Jahrhunderten prägen werden aktuell für die Stromerzeugung erschlossen. Der Tourismus kommt langsam – sehr langsam – in die Gänge.

Im Vortrag geht es um dieses Leben zwischen Tradition und Moderne und der innere Konflikt, der darin besteht, die alten Werte aufrecht halten zu wollen, die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse, die die Beibehaltung dieser Werte aber zum Teil bedingen hinter sich zu lassen.

 

Mirdita – eine Region zwischen Tradition und Moderne
mit Andreas Hemming

Donnerstag, 12. April 2018
, 20:30 Uhr
Pestallozi-Bibliothek Zürich-Hardau,
(Schulhaus Albisriederplatz)
Norastrasse 20
8004 Zürich

Letzte Beiträge

Teilen:

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedintumblrmail
Schlagworte: , , , , , , ,

Schreibe einen Kommentar