Transparency International hat neue Zahlen zum Thema Korruption veröffentlicht

23. Februar 2018 | Von | Kategorie: Berichte

Foto: www.albaniannews.com

Transparency International veröffentlichte am 22. Februar 2018 die Ergebnisse des Corruption Perceptions Index 2017. Kosovo hat es auf Platz 85 und Albanien sogar nur auf Platz 91 von 180 Ländern geschafft. Für Albanien bedeutet das ein Verlust von acht Plätzen gegenüber 2016, für Kosovo dagegen eine Verbesserung um 10 Plätze.

In einer Pressekonferenz dazu zeigte der OSZE Botschafter Bernd Borchardt sein bedauern darüber, dass sich der positive Trend, der sich seit 2013 abzeichnete Jahr 2017 umkehrte. Die OSZE bleibt trotz Rückschritte aber weiterhin entschlossen, „Albanien bei der Bekämpfung der Korruption zu unterstützen,“ sagte der OSZE-Chef Borchardt.

Im TI-Bericht wird betont, dass die Bekämpfung der Korruption im öffentlichen Dienst nach wie vor eine der größten globalen wirtschaftlichen Herausforderungen darstellt, wobei die meisten Länder bei der Korruptionsbekämpfung „keine oder nur geringe Fortschritte“ machen. In Südosteuropa sind Bereiche wie Justiz, Strafverfolgung, Pressefreiheit und Zivilgesellschaft am stärksten betroffen. Albanien hat Fortschritte bei der Bekämpfung der Korruption im öffentlichen Dienst gemacht, bei der Justiz dagegen muss noch viel mehr getan werden. „Das Phänomen der Korruption gibt weiterhin Anlass zu ernster Besorgnis“, sagte Bernd Borchardt dazu. „Wir rufen die öffentlichen Institutionen und die Institutionen der Rechtsstaatlichkeit in Albanien dazu auf, die Reformen im Bereich der Justiz und der Korruptionsbekämpfung im Einklang mit den internationalen Empfehlungen und Verpflichtungen des UNO Übereinkommens gegen Korruption voranzutreiben.“ Borchardt fuhr fort, dass die öffentliche Institutionen mehr Rechenschaft ablegen müssen und die staatlichen Angestellten bei ihren Entscheidungen transparenter sein müssen. Aber: „Die Bürger müssen auch ihren Teil beitragen, indem sie sich weigern, das Problem zu tolerieren oder zu ertragen“, sagte Borchardt.

Die Korruption ist nach wie vor strafrechtlich schwer zu verfolgen. Die OSZE-Präsenz in Albanien forderte nicht zuletzt die Regierung dazu auf, die Rechenschaftspflicht der öffentlichen Verwaltung zu stärken, und unabhängige Institutionen zur Korruptionsbekämpfung zu etablieren. „Diese Ergebnisse fordern eine verstärkte Anstrengung, dieses Phänomen zu bekämpfen“ sagte Borchardt abschliessend.

 

 

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