5 Fragen an die Reiseschriftstellerin Mady Host

12. Juli 2017 | Von | Kategorie: Berichte

Die Magdeburgerin Mady Host macht sich mit ihren Büchern über ihre Reisen u.a. durch Finnland, Kanada und auf dem Jakobsweg langsam einen Namen als freie Reiseschriftstellerin. Sie bereitet sich gerade auf ihre nächste Reise vor: Es soll nach Albanien gehen. Wir haben sie bei ihren Vorbereitungen unterbrochen. Damit führen wir unsere neue Rubrik an Kurzinterviews „5 Fragen…“ (in der es nur 4 oder auch 6 und gar 7 Fragen geben darf) ein.

Foto: Candy Szengel

Frage: Frau Host, nächste Woche fliegen Sie nach Albanien. Wie kommt es, dass Sie Ihr neues Projekt in Albanien durchführen?

Mady Host: Vor einiger Zeit ist mir ein Reiseführer in die Hände gefallen, der mich sehr neugierig gemacht hat. Etwas später bin ich beim Fernsehen bei einem Bericht über Albanien „hängengeblieben“. Die Landschaftsaufnahmen haben mir unglaublich gut gefallen und ich begann zu recherchieren. Es hat dann nicht mehr lange gedauert, bis ich festhielt: Da muss ich hin! Kommende Woche ist es endlich soweit. Meine Vorfreude ist grenzenlos.

Frage: Und wie wird sich Ihre Reise gestalten? Wie gehen Sie bei der Planung und Durchführung einer solchen Reise vor – im Vorfeld als auch vor Ort?

Mady Host: Meine Freundin und ich reisen ab Tirana als Backpackerinnen durchs Land, per Zug, mit Bussen und vielleicht auch per Anhalter. Im Vorfeld wälze ich Reiseführer, durchkämme das Netz nach wertvollen Informationen und dann heißt es im Land aber auch immer: treiben lassen, Empfehlungen von Einheimischen folgen, Routen-Abweichungen dankend annehmen – ohne natürlich das „Grundgerüst“ umzustoßen, schließlich wollen wir in zweieinhalb Wochen ganz viel vom Land sehen. Bis auf zwei Start-Nächte in Tirana haben wir nichts gebucht, sondern reisen mit dem Zelt umher, sodass wir ggf. immer ein Dach über dem Kopf haben.

Frage: Es gibt ja schon einige (thematische) Reiseführer und Reisereportagen auf dem Markt und der eine oder andere Albanienvortrag, den man buchen kann. Wie möchten Sie sich auf diesem Markt hervorheben, was wird das Besondere an Ihrer Reportage ausmachen?

Mady Host: Mein Foto- und Videovortrag soll von lebendigen (Bewegt-)Bildern leben und natürlich von meinen persönlichen Geschichten, die sich im Land ereignen. Ich freue mich auf den Kontakt zu den Einheimischen.

Frage: Sie wollen neben der Recherche für Ihren Mulitmedia-Reisevortrag auch zwei experimentelle (Kunst-)Projekte durchführen. Können Sie diese zwei Experimente kurz umschreiben?

Mady Host: Richtig, ich plane zwei kleine Projekte, die wir während des Reisens durchführen wollen. Einerseits möchte ich Einheimische bitten, mir visuell zu demonstrieren, was für sie persönlich Glück bedeutet. Wer weiß, vielleicht wird jemand sein Baby im Arm halten oder besondere Gegenstände zeigen oder per Gestik und Mimik etwas transportieren. Ich werde das auf Fotos festhalten und bin schon sehr neugierig auf die Ergebnisse. Zweitens nehmen wir je eine Flasche deutsches Bier mit und werden jemanden bitten, sollte er oder sie Interesse daran haben, dieses Bier gegen einen anderen Gegenstand einzutauschen, dann werden wir das annehmen und mit diesem neuen Tauschobjekt fortfahren. Mal sehen, wie viele Tauschaktionen wir in der ganzen Zeit schaffen und welches Objekt dann letztendlich mit uns nach Deutschland reist. Meine Freundin hat solch ein Experiment schon einmal in Deutschland gemacht und eine Schwiegermutter angeboten bekommen! Das war natürlich als Scherz gedacht. Mich hat diese Anekdote jedenfalls dazu inspiriert, dies auch einmal auszuprobieren.

Vielen Dank, dass Sie Zeit für uns genommen haben! Wir wünschen eine gute Reise und rrugë të mbarë!

 

 

 

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