Albanien ist Partnerland der Stuttgarter CMT

13. Januar 2017 | Von | Kategorie: Veranstaltungen

CMT 2017 Fototermin und Pressekonferenz. Foto: Messe Stuttgart

Morgen geht es los: die Stuttgarter Tourismusmesse CMT öffnet ihre Pforten. Und in diesem Jahr hat sie etwas besonders zu bieten: Albanien wurde eingeladen, Partnerland der 2017er Edition der Messe zu sein. Schon seit Jahren – seit Jahrzehnten – gilt Albanien als Geheimtipp – eine faszinierende Ecke Europas, die sich keiner so richtig vorstellen kann, der noch nie da war. In den 1970er und 1980er Jahren war es die Frage, „kommt man da überhaupt rein“ in diese abgeschottete sozialistische Enklave am Südostrand unseres Kontinents, die die Touristen nach Albanien trieb. In den 1990er und frühen 2000er bestand der Reiz in der Frage „komme ich da lebend raus.“ (Natürlich, muss man dazu sagen. Albanien war auch in dieser Zeit mit Ausnahmen ein für Touristen absolut sicheres Land).

2011 kam was man eine Wende im Albanientourismus bezeichnen könnte. Die Bibel für Individualreisende, der „Lonely Planet“, rief dazu auf, diesen „letzten weißen Fleck“ in Europa zu entdecken. Die Agjencia Kombëtare të Turizmit (ATK = Nationale Tourismus Agentur) nahm die Steilvorlage gerne auf und entwickelte eine moderne Werbekampagne um den Begriff einer „neuen mediterranen Liebe.“

Die Zeichen deuten darauf hin, dass die Schwerpunktsetzung der Werbung sich 2017 etwas verlagern wird. Das bisher auf Aktivurlauber, Wanderer, UNESCO-Weltkulturerbe-Bummler und Hobbyarchäologen zielende Angebot wird um das Motif der albanischen und im übertragenen Sinn auch der europäischen Nachkriegsgeschichte ergänzt. „Black Tourism“ wird das genannt: die touristische Erschliessung des schwarzen Kapitels der jüngeren albanischen Geschichte samt Arbeitslagern, Folterkerkern und politischer Verfolgung. Neben historisch interessierte Ost- und Westeuropäer hat die Kampagne, so die Tourismusministerin Milva Ekonomi, auch die Millionen von Diaspora-Albanern im Blick, die neben dem Familienbesuch auch etwas über den damaligen Staat erfahren möchten.

Porto Palermo etwa sechs Kilometer südlich von Himara an der Küste des Ionischen Meeres in Südalbanien. Foto: Messe Stuttgart

Kernstück und vielleicht auch Katalysator dieser neuen Ausrichtung der Werbung ist der im letzten Sommer der Öffentlichkeit präsentierten Regierungsbunker. „Die fünfgeschossige Anlage mit Wohnräumen, Büros, Vorratskammern und Fluchttunnel soll für Touristen zugänglich gemacht werden“, führt Ekonomi fort. Die alte, noch aus Sowjetzeiten stammende U-Boot Station am Nordende der Bucht von Porto Palermo wird da bestimmt auch eine Rolle spielen, wie auch die Ruinen der vielen über das Land verteilten Lager und Gefängnisse.

Morgen werden wir sehen können, wie sich diese neue Ausrichtung konkret niederschlägt.

 

CMT 2017
14. bis 22. Januar, täglich 10 bis 18 Uhr

Messe Stuttgart
Messepiazza 1,
70629 Stuttgart

www.messe-stuttgart.de/cmt/

Die Angebot zum Partnerland befinden sich in  Halle 4

 

 

 

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