Vorschau auf die Albanischen Hefte 4/2015

23. März 2016 | Von | Kategorie: Albanische Hefte
Straßenraum in Kashar

Straßenraum in Kashar (Foto: Matthias Bickert)

In der kommenden Ausgabe der Albanischen Hefte nehmen wir die Entwicklung der albanischen Hauptstadt und ihres Umlandes etwas genauer unter die Lupe.

Die Dynamik, mit welcher sich Albanien in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat, sieht man vor allem in Tirana. Wie in keiner anderen Stadt des Landes haben sich dort derart rasante Veränderungen der Siedlungsstruktur abgespielt, die auch im europäischen Vergleich ihresgleichen suchen.

Ausgelöst v.a. durch eine starke Landflucht wies das post-sozialistische Tirana um das Jahr 2000 eine der Weltweit höchsten Wachstumsraten auf. Dass diese rasante Entwicklung nicht ohne Gewinner und Verlierer abläuft, verwundert deshalb nicht. Schlagzeilen machten hierbei vor allem die Landnahmen und das informelle Wachstum in den kleinen Agrosiedlungen Kamza und Paskuqan. Heute hat sich diese Entwicklung etwas abgemildert, Tirana und sein Umland wachsen aber auch im Jahre 2016 moderat weiter. Grund genug für uns, eine aktuelle Bestandsanalyse mit Blick auf Details aber auch auf weniger bekannte Orte des Stadtgebiets durchzuführen.

Wir möchten dabei zum einen auf die vielen kleinen Maßnahmen, die im Stadtgebiet im Zuge des Papstbesuchs im September 2014 umgesetzt wurden, zurückblicken – und auch darauf, was davon bis heute sichtbar ist, bzw. welche weiteren Maßnahmen dadurch eingeleitet wurden.

Des Weiteren widmen wir uns Stadtgebieten, die bisher in der Literatur praktisch noch keine Beachtung fanden: Die sich dynamisch veränderten Vororte Tiranas, wie Kashar, Dajti und Farka. Diese bis zu ihrer Eingemeindung im vergangenen Jahr ehemals eigenständigen Kommunen haben sich inzwischen in hochverdichtete Trabantensiedlungen mit zahlreichen relativ jungen Mehrgeschosswohnungsbauten verwandelt, die stark von jungen Familien, und dem (unteren) Mittelstand nachgefragt werden. Wir gehen dabei im nächsten Heft der Frage nach: Wie ist die Stadt-Umland-Beziehung Tiranas? Entlasten die betrachteten Vororte das Zentrum und fügen sie sich gut in die Siedlungsstruktur ein? Muss man sie deshalb als „Nutznießer“ oder eher als „Verlierer“ der Hyperurbanisierung im Großraum Tiranas bezeichnen? Und was ist durch die Territorialreform für das nun auch administrativ gewachsene Tirana zu erwarten? Allen voran steht diesen Fragen eine Analyse der aktuellen Siedlungsstruktur der Vororte sowie der Entwicklungsschritte, die dort seit Einzug einer gewissen Bauleitplanung eingeleitet wurden. Wir nehmen sie mit in einen Einblick in die zwar belebten, für viele Besucher Albaniens aber eher unbekannten neuen Wohnvororte Tiranas. Seien Sie gespannt.

 

 

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