Podiumsdiskussion zur Entwicklung der Beziehungen zwischen Kosovo und Serbien

20. März 2016 | Von | Kategorie: Veranstaltungen

kosovska-mitrovica01_4Seit August 2014 liegt ein Entwurf für die institutionelle Integration der serbischen Minderheit in den kosovarischen Staat vor, der im Kern einen Verband der Gemeinden der serbischen Minderheit vorsieht. Er wird von der serbischen Regierung und der serbischen Minderheit im Kosovo unterstützt, weil sie ihn als Einstieg in die territoriale Autonomie der Serben sehen – etwa nach dem Vorbild der serbischen Teilrepublik in Bosnien-Herzegowina.

Die Kosovoalbaner sind hingegen über diese Entwicklung tief zerstritten. Aus Sicht der Opposition muss zu Beginn die serbische Anerkennung der Unabhängigkeit des Kosovo stehen, so wie in den 1990er Jahren auch die Normalisierung zwischen Kroatien und Serbien begonnen habe. Nur auf Grundlage dieser Prämisse könne mit den Kosovoserben über den Schutz ihrer Interessen und Rechte verhandelt werden.

An diesem Abend analysieren und diskutieren Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Politik Perspektiven und Szenarien des Normalisierungsprozesses, mögliche Vorteile für den kosovarischen Staat, die Rolle der Europäischen Union, die Gestalt und Funktion des serbischen Gemeindeverbandes sowie die Rolle Serbiens und der serbischen Minderheit.

 

Normalisierung zwischen Kosovo und Serbien
Totalblockade oder Aussicht auf Entspannung?

23. März 2016 – 18:00 Uhr
Heinrich-Böll-Stiftung
Schumannstr. 8
10117 Berlin

Podiumsteilnehmer:

Shpend Ahmeti, (Bürgermeister von Prishtina, Kosovo)
Tatjana Lazarevć, Center for Community Development, Kosovska Mitrovica , Kosovo)
Bodo Weber, (Democratization Policy Council, Deutschland)
Ulrike Lunacek, (MdEP, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Brüssel)

Moderation:

Andreas Poltermann, Leiter Heinrich-Böll-Stiftung Belgrad (Serbien, Montenegro, Kosovo)

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