Das BAMF macht Werbung in Albanien

27. August 2015 | Von | Kategorie: Berichte

Im Kontext der aktuellen Debatte zur derzeitgen Flüchtlingskrise tun sich besonders SPD und CDU damit hervor, der Herausforderung durch die Ausweitung der Kategorie ’sicheres Herkunftsland‘ zu begegnen.

Doch sie ist eine Scheindebatte, denn sie erreicht die Menschen nicht, die sie erreichen sollte: Die Menschen die darüber nachdenken, ihre  Heimat Richtung Deutschland zu verlassen.

Und wenn die Bezeichnung ’sicheres Herkunftsland‘ doch bei einigen ankommt, bleibt sie faktisch bedeutungslos. Meist überwiegt die Hoffnung oder auch der Drang nach Zukunft.

Das BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtliche) versucht es nun anders: Mit (Werbe-) Filmen, Anzeigen und Plakaten, sowie Interviews mit Vertretern des BAMF in den Medien der Balkanländer. So wird seit einigen Wochen versucht, ein durchaus verklärtes Bild von Deutschland zu korrigieren (zu den Ursachen der Migration siehe auch die aktuelle Ausgabe der Albanischen Hefte). Statt dies nur über die politische Bühne geschehen zu lassen, schaltete das BAMF erst kürzlich Anzeigen auf Facebook. Das BMI (Bundesinnenministerium) versucht es nach wie vor mit  Abschreckung.

Es ist sicher ein Schritt in die richtige Richtung, wenn man der Illusion entgegentritt, ein sorgenfreies Leben in Wohlstand wäre in Deutschland einfach zu haben.

Die aktuellen Bemühungen sind eine Reaktion auf die in den letzten Monaten stark zugenommene Migration aus dem Westbalkan, insbesondere dem Kosovo, Serbien und Albanien. Sie machten in diesem Jahr über die Hälfte der Asylsuchenden in Deutschland aus. Nach Angaben des BAMF werden 99.8 Prozent dieser Asylanträge abgelehnt.

 

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