Alexander reitet wieder. Vortrag zur makedonischen Geschichtspolitik an der Universität Freiburg

14. Juli 2015 | Von | Kategorie: Veranstaltungen
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„Reiter auf Pferd“ (Alexander der Große); Photo: Brunnbauer 2013

Am kommenden Mittwoch, den 15. Juli spricht der Regensburger Historiker Ulf Brunnbauer über die makedonische Geschichtspolitik. Wer die makedonische Hauptstadt Skopje schon mal besucht hat weiß, worum es geht: vor fünf Jahren wurde das mittlerweile weitegehend realisierte Projekt „Skopje 2014“ von der Regierung lanciert, um der Hauptstadt ein klassizistisches Antlitz zu verleihen und sie mit historischen Monumenten, die bislang eher spärlich gesät waren, zu saturieren. Das Projekt umfasst die Errichtung von circa 20 neuen Gebäuden (darunter Ministerien, Verwaltungs- und Kultureinrichtungen), über 40 Denkmäler für diverse makedonische Helden sowie neue Fassaden im Stile des Manierismus.

Es gibt in Europa kein vergleichbar ambitiöses Projekt zur Transformation des Zentrums einer Haupt- bzw. Großstadt. Aber was der Architekt und Kritiker Nikos Čausidis einem „zeitgenössischen eklektischen pseudoklassizistischen Anachronismus“ nennt ist ein höchstfragwürdiges Projekt – nicht nur, weil die geschätzten 500 Millionen Euro Gesamtkosten für „Skopje 2014“ in einem so armen Land wie Makedonien besser investiert werden könnten. Bedeutende Teile der mazedonsichen Bevölkerung, neben der albansichen Minderheit auch Türken und Roma, stehen in dieser Selbstdarstellung außen vor.

Ulf Brunnbauer (Universität Regensburg)

„Alexander reitet wieder.“ National-makedonische Geschichtspolitik rund um das Projekt „Skopje 2014“

15. Juli 2015, 15:30-17 Uhr
Hörsaal – Freiburg Institute für Advanced Studies (FRIAS)
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Albertstr. 19
79104 Freiburg

Mehr dazu unter Das Projekt “Skopje 2014″. Oder: Wie ein Land seine Zukunft verbaut

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